Anglo-Nubische Ziege
CAE freier Bestand

Kennzeichen:
Groß und kräftig gebaut. Kurzer Kopf mit extrem geramstem Nasenrücken. Tief angesetzte, lange Hängeohren. die über das Maul hinunterreichen. Häufig etwas überbaut oder leichter Senkrücken. Muskulöse Beine. Kräftige Fesseln. Kugeleuter mit wenig ausgeprägtem Voreuter. Dünnhaariges, seidigglänzendes Fell. Farben Schwarz, Braun, Grau, Gelblich und Weiß in nahezu jeder Kombination. Auffallend sind Mondschecken mit weißen Flecken auf pigmentiertem Untergrund. Meist hornlos.
 

 

Bock Geiß
Widerristhöhe 85-90 75-80
Gewicht 90-100 70-80

Verbreitung:
Ursprünglich nur in Großbritannien. Heute in zahlreichen europäischen Ländern und in Übersee. In Deutschland einzelne Bestände.

Leistung:
Gute Milchziege mit Durchschnittsleistungen von 1000 kg Milch pro Jahr, bei Spitzenleistungen von nahezu 2000 kg mit annähernd 5°- Fett. Schmackhaftes Fleisch.

Zuchtgeschichte:
Mit Nubien hat diese Rasse nur bedingt etwas zu tun. Ende des 19. Jahrhunderts wurde in England für jede Ziege aus dem Nahen, Mittleren und Fernen Osten der Ausdruck „nubisch“ verwendet. Die Rasse geht zurück auf die Jumna-Pari-Rasse in Indien und die Zairaibi-Rasse in Ägypten. Erste Tiere kamen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Milchlieferanten nach England. Zunächst Kreuzung mit Ziegen Schweizer Ursprungs. später Verdrängungskreuzung mit Frischimporten der genannten Rassen. 1910 Eröffnung des Herdbuchs in England mit zunächst 457 Ziegen. Im Verlauf der Zeit Selektion auf höhere Milchleistung und Hornlosigkeit. Ungewöhnliches Aussehen und die beachtliche Milchleistung machten diese Rasse zu einer der am meisten geschätzten in Großbritannien. Seit 1972 besteht dort die „Anglo-Nubian Breed Society“.